WISSENschaf(f)t SPASS stellt Weichen für die Zukunft der MINT-Bildung im Rheinland

Aus Anlass seiner Mitgliederversammlung zieht der Verein WISSENschaf(f)t SPASS - Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland e.V. Bilanz seiner Arbeit und setzt neue Akzente für die Zukunft.

Vier Jahre nach seiner Gründung blickt der Verein, der sich die Förderung der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Rheinland zum Ziel gesetzt hat, bereits auf eine stolze Erfolgsgeschichte zurück. Rund 200 Mitglieder, Spender und Unterstützer engagieren sich über den Förderverein für die MINT-Förderung und die Zukunft des Deutschen Museums Bonn. Dazu gehören Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen sowie Hochschulen aus der engeren und weiteren Region von Koblenz bis Düsseldorf.

Mit dem Bonner Politiker Bernhard von Grünberg und der Vorsitzenden des Freundes- und Förder­kreises Deutsches Museum e.V. München, Dr. Sabine Rojahn, ernannte der Verein auf seiner Mitgliederversammlung am 8. November zwei besonders engagierte Unterstützer zu Ehrenmitgliedern.

Bild: Bernhard von Grünberg unterstützte den Förderverein von Anfang an in großem Umfang. Für sein Engagement überreichte Antonio Casellas unserem Ehrenmitglied einen Förder-Award

 

Auch auf politischer Ebene trägt die Arbeit des Fördervereins Früchte. So konnte der Verein die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis, den Kreis Ahrweiler und eine Reihe namhafter Stiftungen dafür gewinnen, die Finanzierung des Deutschen Museums Bonn bis auf Weiteres sicherzustellen. Zugleich hat der Verein dazu beigetragen, dass sich die Besucherzahlen des Museums und seiner Veranstaltungen seit 2014 mehr als verdoppelt haben.

Die Gespräche mit dem Land Nordrhein-Westfalen lassen hoffen, dass das Land in den nächsten Monaten als zusätzlicher Förderer gewonnen werden kann.

Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler profitierten bereits direkt von den Projekten des Fördervereins. Mehr als 130 kostenlose Workshops im Museum hat WISSENschaf(f)t SPASS alleine in diesem Jahr weiterführenden Schulen in Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und der angrenzenden Region im Rahmen von „MINT-Patenschaften“ vermittelt.

Diese Erfolge erlauben es dem Verein, in Zukunft neue Akzente zu setzen. Im Fokus steht dabei weiterhin das Deutsche Museum Bonn, das an die Grenze seiner räumlichen und personellen Kapazitäten gestoßen ist. Die Bekanntheit der Angebote des Museums als außerschulischer Lernort weiter zu erhöhen, ist eines der großen Ziele, die sich WISSENschaf(f)t SPASS auf die Fahnen geschrieben hat. Eine Informationskampagne wird das Workshop-Angebot des Deutschen Museums Bonn in der Region bekannter machen. Rund 50 verschiedene Workshops zu MINT-Themen bietet die "WissensWerkstatt an der Ahrstraße" aktuell an, die von Schulen ebenso wie von Eltern oder Großeltern im Museum gebucht werden können - darunter zahlreiche, die das Land NRW über sein Programm zdi (Zukunft durch Innovationen) kostenlos anbietet.

Verstärkt wird in Zukunft die Aufklärungsarbeit, die der Verein leistet, um die vor allem unter jungen Menschen weit verbreitete Distanz zu Technik und Naturwissenschaften abzubauen und junge Menschen für technische Berufe zu begeistern. Denn auch im Rheinland nimmt der Fachkräftemangel zu.

Eine Informationskampagne für technischen Nachwuchs soll in wenigen Wochen starten, um die Attraktivität technischer und wissenschaftlicher Berufe sichtbarer zu machen und Vorurteile abzubauen. Dafür arbeitet der Verein eng mit den Arbeitgebern unter seinen Mitgliedern zusammen, denen er dadurch eine attraktive Möglichkeit eröffnet, ihr Ausbildungsangebot und konkrete Berufsfelder in ihren eigenen Unternehmen vorzustellen.

Auch für seine privaten Mitglieder verkündete der Verein auf seiner Mitgliederversammlung eine attraktive Neuerung: Neben dem Deutschen Museum Bonn können diese nun auch kostenlos das Deutsche Museum in München sowie seine weiteren Außenstellen besuchen.

„Technik, nicht Panik ist die Antwort auf die Herausforderungen zum Energie sparen“, sagt Antonio Casellas, Vorsitzender des Vorstandes des Fördervereins. Einsparungen seien am ehesten durch technische Lösungen wie z.B. die Verwendung von Wasserstoff als Treibstoff und ein besseres Energiemanagement in Gebäuden zu erreichen. Durch Einsatz von effizienterer Technik in Kraftwerken, Industrie und Verkehr konnte das Brutto-Inlandsprodukt in Deutschland seit 1990 drastisch gesteigert und der Energieverbrauch gesenkt werden. Laut Umweltbundesamt hat sich die Energieproduktivität bezogen auf den Primärenergieverbrauch zwischen den Jahren 1990 und 2018 um mehr als 70 % erhöht.

Bild: Wolf Pohl hat in diesem Jahr besonders viele neue Mitglieder für den Förderverein geworben. Dafür bedankte sich Vorstandsvorsitzender Antonio Casellas mit einem Präsent

Hintergrund:

Nach dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit von Oktober 2019 sind im Bezirk Bonn/Rhein-Sieg rund 7.800 Stellen unbesetzt, davon allein rund 43 Prozent in technischen Branchen (Produktion, Bau, Naturwissenschaft, Informatik) Nimmt man offene „MINT“- Stellen in Bereichen wie Logistik oder Medizin dazu, sind sicher deutlich mehr als 50% der offenen Stellen MINT-Arbeitsplätze.

Damit entgehen der Wirtschaft der Region durch den Mangel an technischen Fachkräften schätzungsweise jährlich mehr als 600 Millionen € Umsatz, mit entsprechenden Mindereinnahmen an Steuern und Sozialabgaben. Zum Vergleich: Der Umsatz aller Handwerksunternehmen in Bonn beträgt 1,6 Milliarden €, der Umsatz der größten Industrie-Branche im Rhein-Sieg-Kreis, Maschinenbau, erreicht 1,1 Milliarden €.

Auch die öffentliche Hand leidet unter dem fehlenden Technik-Nachwuchs für die Instandhaltung der Gebäude, in der Medizin, für Schulen, Infrastruktur, Busse und Bahnen, Wasserwerke, Forschung und Lehre, etc.

Pressemitteilung zum Download

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